
Bohrtechnik – Trinkwasserbrunnen
Zurück zu Fachbereiche der technischen und beruflichen BildungStationäre & mobile Ausbildungs- und Demonstrationssysteme für eine nachhaltige Wasserversorgung.
Voll ausgestattete Bohr- und Brunnenbaueinheit für Ausbildung, praktische Anwendung und regionale Wertschöpfung.
Im Einklang mit unserer Bildungs- und Entwicklungsphilosophie vereint diese Werkstatt Bohrtechnik, Hydrogeologie, Maschinen- und Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung, Instandhaltung sowie Projekt- und Betriebsmanagement in einem ausgesprochen praxisorientierten Gesamtkonzept.
Das Ausbildungsprogramm folgt der gesamten Wertschöpfungskette eines Trinkwasserbrunnens – von der ersten Standortbewertung und Erkundungsbohrung über den Brunnenausbau, die Wasserförderung und Hygiene bis hin zu Betrieb und langfristiger Instandhaltung.
Die Teilnehmenden erwerben ein schlüssiges, praxisnahes Kompetenzprofil, das sie befähigt, entweder als qualifizierte Fachkräfte in Wasserversorgungsprojekten tätig zu werden oder – bei entsprechender Motivation – einen eigenen Brunnenbau-, Service- oder Wartungsbetrieb zu gründen.
Praxisnahes Lernen entlang des gesamten Brunnenbauprozesses
Mit der voll ausgestatteten Bohrtechnikeinheit sammeln die Teilnehmenden praktische Erfahrung in allen technischen und betrieblichen Arbeitsschritten des Trinkwasserbrunnenbaus, darunter:
Standortbewertung und grundlegende hydrogeologische Beurteilung
Durchführung von Erkundungsbohrungen bei unbekannten Untergrundverhältnissen
Bohren in Lockergestein (Spülbohrverfahren) und Festgestein (Imlochhammerbohren)
Bedienung und Wartung von Bohrgeräten, Kompressoren, Spülsystemen und Werkzeugen
Entwicklung des Bohrlochs, Reinigung und Stabilisierung
Brunnenausbau mit Filterrohren, Kiesschüttung und Abdichtung
Installation von Trinkwasserpumpen und hygienischen Brunnenköpfen
Erste Wasserförderung, Spülung, Desinfektion und Wasserprobenahme
Darüber hinaus werden Themen wie Betriebssicherheit, Instandhaltungsplanung, Ersatzteilmanagement, Arbeitsschutz sowie Umwelt- und Hygienestandards behandelt. Die Teilnehmenden lernen nicht nur, wie gebohrt wird, sondern auch, warum bestimmte technische Entscheidungen für die langfristige Wasserqualität und Nachhaltigkeit eines Brunnens entscheidend sind.
Diese Werkstatt vermittelt daher nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Verantwortung, die mit dem Bau von Trinkwasserbrunnen verbunden ist: Ein schlecht gebauter Brunnen kann ebenso schädlich sein wie gar kein Brunnen. Qualität, Sorgfalt und Nachhaltigkeit stehen daher im Mittelpunkt des Programms.
Ausstattung & Lernumgebung
Das Ausbildungssystem basiert auf einer voll ausgestatteten Bohr- und Brunnenbaueinheit, bestehend aus:
Mobilem Bohrgerät mit Zubehör
Bohrgestänge und Bohrwerkzeugen für unterschiedliche geologische Formationen
Spül- und Kompressorsystemen
Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen für mehrere Erkundungsbohrungen
Vollständigem Brunnenausbaumaterial für einen Trinkwasserbrunnen
Pumpen- und Fördertechnik für Trinkwasser
Die Ausstattung ist für Gruppen von ca. 16–22 Teilnehmenden ausgelegt, die parallel in Teams arbeiten (z. B. Bohrteam, Spülteam, Technik-/Wartungsteam, Dokumentationsteam).
Kompetenzrahmen (Struktur), gegliedert in 6 Module
Hydrogeologie & Standortbewertung (HG) Grundlagen der Grundwasserleiter, Boden- und Gesteinsarten, Erkundungsbohrungen
Bohrtechnik & Bohrverfahren (DT) Spülbohrverfahren, Imlochhammerbohren, Werkzeugauswahl, Bohrparameter
Maschinen, Wartung & Sicherheit (MM) Bohrgerät, Kompressor, Wartungszyklen, Arbeitsschutz
Brunnenausbau & Trinkwasserhygiene (WH) Filterrohre, Kiesschüttung, Abdichtung, Desinfektion
Betrieb, Instandhaltung & Nachhaltigkeit (OM) Langzeitbetrieb, Reparatur, Ersatzteilmanagement
Projektmanagement & lokale Wertschöpfung (PM) Planung, Kostenkontrolle, Einbindung der Gemeinden, Servicemodelle
Mehrwert über die Ausbildung hinaus – praxisorientierter Lehransatz
Über die reine Ausbildungstätigkeit hinaus ermöglicht die Bohrtechnikeinheit die Umsetzung realer Brunnenbauprojekte und damit:
Einnahmen durch Brunnenbohr- oder Wartungsdienstleistungen
Wasserversorgung von Gemeinden, Schulen oder Gesundheitszentren
Einbindung praktischer Projektarbeit in das Ausbildungsprogramm
So kann sich das Programm langfristig teilweise selbst finanzieren und gleichzeitig eine direkte soziale Wirkung entfalten.
Stationärer oder mobiler Einsatz
Die Systeme sind sowohl für stationäre Ausbildungseinrichtungen als auch für mobile Werkstattlösungen (auf Anhängern montiert) ausgelegt.
So können Ausbildungsmaßnahmen direkt in ländlichen Regionen durchgeführt werden – dort, wo der Zugang zu sauberem Trinkwasser am dringendsten benötigt wird.
Praxisausbildung – Curriculum (was ist das?)
im Bereich BOHRTECHNIK für Trinkwasserbrunnen
Fester Bestandteil jeder Werkstatt.
(Jedes Curriculum wird individuell an die spezifischen Anforderungen der Werkstatt angepasst.)
- +50 Wochen Vollzeitausbildung
- +1.500 Stunden praktische Arbeitszeit
- +16 Module mit Übungsanleitungen
- +90 vordefinierte praktische Übungen
- +350 einzelne Ausstattungsgegenstände für die Ausbildung
- +11 Arbeitsplätze
- +18 bis 24 Auszubildende pro Gruppe (erweiterbar)
Fazit
Diese Werkstatt verbindet Bohrtechnik, Trinkwasserqualität, Bildung und entwicklungspolitische Wirkung zu einem ganzheitlichen Gesamtkonzept. Sie befähigt lokale Akteure, nachhaltige Trinkwasserbrunnen eigenständig zu planen, zu bauen und zu betreiben.
Erweiterung durch verwandte Fachbereiche
Ergänzend zu unserem Kernangebot bieten wir eine optionale Erweiterungswerkstatt an, die sich sinnvoll in Ihre Einrichtung integrieren lässt
Erweiterung: Im Rahmen dieser Spezialisierung bieten wir zusätzlich die folgenden Erweiterungsmodule an:

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Ihr Team der Didaktik Manufaktur Hamburg


